Die V2 Konzilskatholiken halten sich für bessere Menschen als die Katholiken. Denen unterstellen sie Herzenskälte, Menschenverachtung und rigiden Hochmut. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.
Nur die demütigen und keuschen Katholiken, die bedingungslos dem Gehorsam gegenüber Gott verpflichtet sind, dienen der wahren Menschlichkeit. Nur im wahren Gottesdienst wird man dem Menschen tatsächlich gerecht.
Wenn man den Menschen auf den Thron setzt, den Tabernakel Gottes irgendwo einmottet, und nur noch dem humanistischen Menschendienst, wie im NOM, frönt, gibt es bald keine Einheit mehr und nicht wenig später rollen die Köpfe (wie in der so „menschlichen“ französischen Revolution). Denn sehr bald taucht die Frage auf, welcher Mensch jetzt der alles bestimmende Gott ist und tatsächlich auf dem Thron sitzt?
Einmal mehr die Erbsünde. Unzählige Menschen auf der Erde wollen nach wie vor selber Gott sein. Sie wollen nicht gehorchen. Diese Selbstvergötzer sehen sich als Götter in ihrer je eigenen Welt. Alles in ihrer Welt gehört ihnen. Sie machen mit ihr was sie wollen. Für einen Gott gibt es keine dunklen Ecken in seiner Welt, die er nicht versteht. Er kann keine prinzipiell obskurante Flecken ertragen, die sich seiner Kontrollwut, zumindest seiner Schubladenkatalogisierung entziehen. Er hat keinerlei Mut zur Lücke. Vor allem kann er keine Menschen ertragen, die sich ihm verweigern und mit ihm nichts zu tun haben wollen. Mit allen Menschen will er deshalb eine Einheit des mitmenschlichen Händchenhaltens (das Kazi Kollektiv der Gleicheren) errichten, wie es Prevost von Sodom gerade so rücksichtslos betreibt.
Der Selbstvergötzer kann die unabhängige verbotene Frucht in seinem Paradies nach wie vor nicht akzeptieren. Alles frisst er auf. Deshalb hasst er vor allem auch die Freiheit der anderen Menschen. Er ist vollkommen intolerant und kritikunfähig. Um die Freiheit abzuschaffen, rottet er sich in Machtkollektiven zusammen. Wenn die offensichtliche Freiheit erst mal als besiegt gilt, wendet er sich in einem neuen Kollektiv wieder gegen die anderen, bis am Ende nur noch einer, der Böseste und Stärkste, Gott Satan, übrig ist.
Es ist doch klar, dass ein V2 Konzilskatholik, der wenn entschieden, immer ein Selbstvergötzer ist, ein Feind der Liebe und des Friedens bleiben wird. Er kann mich nicht ertragen, weil ich mit ihm nichts zu tun haben will. Ich lasse mich nicht assimilieren. Ich bin ein freies Kind Gottes. Ich lasse ihn in Ruhe, weil ich demütig und in keiner Weise kontrollsüchtig bin. Ich kritisiere ihn nur, weil er sich gegen die Wahrheit, der ich verpflichtet bin und der ich gehöre, für katholisch hält. Er kann mich nicht in Ruhe lassen. Er erträgt nicht meine Unabhängigkeit. Weil ich machtlos bin, lacht er mich aus. So vernichtet er mich. Auslachen und Verachten sind ein aggressiver und geistlicher Mord. Sollte ich stärker/für ihn gefährlicher werden, wird er mich kreuzigen. Ich erinnere ihn an den wahren Gott, so wie das das Heilige Messopfer tut. Deshalb kann er es nicht ertragen.
Nichts verdeutlicht die Machtgier der Selbstvergötzer wie die Wissenschaftliche Weltanschauung. Der Wiener Kreis um Moritz Schlick (u.a. Otto Neurath, Rudolf Carnap) hat eine ganze Weltsicht (auch logischer Positivismus, logischer Empirismus), die heutige Religion der säkularen Moderne, begründet, um den Selbstvergötzern zumindest den Anschein einer Berechtigung für ihre Gottlosigkeit zu liefern.
Positiv (reine menschliche Setzung ohne tiefere Begründung) etablieren sie das Verifikationsprinzip (die maschinenanaloge experimentelle Wiederholbarkeit aller Wahrheitsansprüche) als alleiniges Kriterium für jeden Realitätsanspruch. Sie glauben daran, dass der Mensch prinzipiell in der Lage ist, am Ende seine gesamte Wirklichkeit zu kontrollieren.
Gegen Emil du Bois-Reymond und seinem „Ignorabimus“ wenden sie sich mit aller Kraft:
„Wir werden zum Beispiel, du Bois-Reymond zufolge, niemals wissen können, was Materie und Kraft wirklich sind, woraus Bewegung und Leben endstehen, ob es eine Zweckmäßigkeit in der Natur gibt oder nicht.“ Geier, Manfred, Der Wiener Kreis, Reinbek 1995, S. 100.
Ihr empiristisches Verifikationsprinzip schließt natürlich jede Metaphysik als unerträglichen Obskurantismus und damit als irreal aus:
Zum Abschluß noch drei Zitate aus Schlicks späterem Werk, in dem die Philosophie ganz darauf ausgerichtet hat, die für unlösbar gehaltenen Probleme der philosophisch-metaphysischen Tradition sinnkritisch zu beseitigen. In „Die Wende der Philosophie“ von 1930 ist zu lesen: „Die Fragen nach der «Geltung und den Grenzen der Erkenntnis» fallen fort. Erkennbar ist alles, was sich ausdrücken läßt, und das ist alles, wonach man sinnvoll fragen kann. Es gibt daher keine prinzipiell unbeantwortbaren Fragen, keine prinzipiell unlösbaren Probleme.“ - Noch in einem seiner letzten Aufsätze von 1935 beschäftigte Schlick sich mit dem Thema Unbeantwortbare Fragen und unterschied dabei streng zwischen einer empirischen Unmöglichkeit, eine gegebene Frage zu beantworten, und einer prinzipiellen oder logischen Unmöglichkeit im Sinne des «Ignorabimus› du Bois-Reymonds. Nur die erste dieser Un-Möglichkeiten ergibt einen kognitiven Sinn. (So können wir zum Beispiel die Frage nicht beantworten, was Platon an seinem fünfzigsten Geburtstag morgens um acht Uhr tat, oder wieviel Homer wog, als er die erste Zeile der Ilias schrieb. Aber diese empirische Unbeantwortbarkeit braucht den Philosophen nicht weiter zu beunruhigen.) Unsinnig dagegen ist die Annahme eines logisch-prinzipiellen Ignorabimus. Denn die philosophische Klärung kann die unerträgliche Last dieses Ignorabimus von den Schultern nehmen, indem sie begründet zu zeigen vermag, „daß keine echte Frage prinzipiell- d. h. logisch - unbeantwortbar ist. Denn die logische Unmöglichkeit, ein Problem zu lösen, ist gleichbedeutend mit der Unmöglichkeit, eine Methode zu beschreiben, die es erlaubt, eine Lösung zu finden; und dies ist, wie wir behauptet haben, gleichbedeutend mit der Unmöglichkeit, die Bedeutung des Problems anzugeben. Daher kann eine Frage, die prinzipiell unbeantwortbar ist, keine Bedeutung haben, sie kann überhaupt keine Frage sein: Sie ist nichts als eine sinnlose Wortreihe mit einem Fragezeichen dahinter.“ - Und in einem 1938 postum veröffentlichten Vortrag hat Schlick dieses Credo noch einmal resümierend so zusammengefaßt: „Nun verstehen wir das Wesen der sogenannten unlösbaren Probleme, mit denen sich die Philosophen so lange herumgeschlagen haben: Sie sind unlösbar; nicht weil ihre Lösung in einem dem erkennenden Geist für immer unzugänglichen Bezirk liegt, nicht weil sie das Vermögen unseres Verstandes überschreiten, sondern weil sie schlicht keine Probleme sind. Unglücklicherweise - nein, glücklicherweise - stellt sich heraus, daß alle echten «metaphysischen Fragen» von dieser Art sind.“
An all diesen wiederkehrenden Formulierungen läßt sich die Radikalität einer wissenschaftlichen Weltauffassung ablesen, die sich nicht mehr auf den unfruchtbaren Streit metaphysischer Systeme einlassen will, sondern ihn bereits an seiner Wurzel in Frage stellt. Jetzt geht es nicht mehr darum, einer metaphysischen Einsicht mit einer alternativen Antwort zu widerstreiten und sich auf das endlose Wirrwarr einer philosophia perennis einzulassen. Nicht die immer wieder neuen Antwortversuche «metaphysischer Fragen››, die sich im ausweglosen Labyrinth philosophischer Gedankengebäude verirren, werden kritisiert, sondern diese Fragen selbst, deren entlarvte Rätselhaftigkeit in einen Bereich des Unlösbaren verführt. Die Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache” greift deren Voraussetzungen an und versucht sie als scheinhafte oder unsinnige Verfehlungen von vornherein zurückzuweisen. Denn es gibt nichts zu verstehen oder zu erkennen, wenn die Fragen so gestellt werden, daß sie keine wissenschaftlich überprüfbaren und intersubjektiv sagbaren Antworten in Aussicht stellen.“ Ebd., S. 102 – 103.
Das alles ist menschliche Setzung von und für Selbstvergötzer. Sie haben keinerlei Beweise. Sie wissen nur, dass sie den wahren Gott und ihre Gehorsamspflicht hassen wie die Pest, genauso wie das die V2 Konzilskleriker tun. Die lieben stattdessen ihr liebes Jesulein im Kopf, weil sie dieser spinnerten Lüge, die ihnen ihre gesellschaftliche Macht und ihre Gularschsuppe aus Rom sichert, nicht gehorchen müssen.
Ja - es ist eine echte Plage. Wie sonst, dass ein Papst positiv und freundlich gegen jeden "Relativismus" eintritt. Während darauf, ein neuer Papst, gerade diesen -Relativismus- in den Körper implantiert, geradezu diesen Giftstoff mit Anteilen der Tradition, eklektizistisch umhüllt, von oben nach unten (darin besteht ja die Anfälligkeit) determinierend-herrisch abwärts leitet? Einer, der Zivilkleidung bevorzugt, ist einer von uns. Echt? Menschen, die mit hohem Rang in der Akademie, würden es selber so tun. Sie wissen keinen Unterschied zu diesem Vorgang. Sie sind der Vorgang selbst. Pflichtschuldig wem?
Gott zum Gruß!
Die im Artikel behandelte Frage habe ich bereits im Studium behandelt - in Würzburg mit häretischen Professoren. Nachdem ich dieses Studium überlebt hatte, suchte ich dann nach einer guten Theologie und auch wenn ich mit Josef Ratzinger nicht in allem übereinstimme, so war seine Theologie doch eine große Hilfe. Viele meiner Arbeitsmaterialien in der Oberstufe als Lehrer hatten ihn zur Grundlage. Allerdings führte das zu einer Auseinandersetzung an dieser Schule und meinem Austritt aus dem Orden. Heute bin ich Einsiedler und Priester. Die Zeit der Kriege im intellektuellen Sinn ist für mich schon lange vorbei. Ich führe nur noch einen Krieg, den geistlichen Kampf und hier gibt es nur einen wirklichen Gegner - der, den mein damaliger Orden abgeschafft hat: Satan.