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Evangelium Tag für Tag
Psalm und Lesungen des TagesHeilige des TagesGebete
07 Februar
Samstag der 4. Woche im Jahreskreis
Psalm und Lesungen des Tages
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 6,30-34.
In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus! Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.
Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein.
Aber man sah sie abfahren und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an.
Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.
Lektionar. Rechte: staeko.net

Zeno von Verona (?-um 380)
Bischof
Buch 1 Traktat II. Hoffnung, Glaube und Liebe, 9 (ins Dt. übers. © evangelizo)
„Er hatte Mitleid mit ihnen“
O Liebe, wie gut bist du und wie reich! Wie mächtig bist du! Nichts hat, wer dich nicht hat! Du vermochtest Gott in einen Menschen zu wandeln. Du bewegtest ihn dazu, sich zu erniedrigen und eine Zeitlang fern von seiner unermesslichen Majestät zu sein. Du hast ihn neun Monate lang wie einen Gefangenen im Schoß der Jungfrau eingeschlossen. Du hast Eva in Maria Heilung gebracht. Du hast Adam in Christus erneuert. Du hast zum Heil der schon verlorenen Welt das heilige Kreuz vorbereitet. [...] O Liebe, du begnügst dich damit, nackt zu sein, um den Nackten bekleiden zu können. Für dich ist der Hunger ein üppiges Mahl, wenn ein hungriger Armer dein Brot gegessen hat. Dein Vermögen besteht darin, alles, was du besitzt, ganz der Barmherzigkeit zu überlassen. Du allein lässt dich nicht bitten. Den Bedrückten hilfst du ohne zu zögern, selbst wenn es dich etwas kostet, in welcher Not auch immer sie sich befinden. Du bist das Auge der Blinden, der Fuß der Lahmen, der verlässlichste Schutzschild der Witwen. [...] Du liebst auch deine Feinde in einer Weise, daß niemand den Unterschied erkennen kann, den du zwischen ihnen und deinen Freunden machst. Du bist es, o Liebe, die die himmlischen Geheimnisse mit den menschlichen Dingen und die menschlichen Geheimnisse mit den himmlischen Dingen verbindet. Du bist die Hüterin des Göttlichen. Du bist es, die im Vater alles leitet und ordnet; du gehorchst im Sohn; du bist es, die im Heiligen Geist jubelt. Weil du eine in den drei Personen bist, kannst du nicht geteilt werden. Aus der Quelle entspringend, die der Vater ist, gießt du dich ganz aus in den Sohn, ohne dich vom Vater zurückzuziehen. Zu Recht sagt man: „Gott ist Liebe” (1 Joh 4,16), weil du allein leitest die Kraft der Dreifaltigkeit lenkst.
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