Zur Mitte zurück – Briefe zur Wiederherstellung der heiligen Ordnung Wider die Entheiligung durch profane Veranstaltungen in Kirchen
Hochwürdigste Hirten der Kirche, ehrwürdige Diener am Altar, gottgeweihte Seelen und gläubige Christen, denen die Ehre des eucharistischen Herrn am Herzen liegt!Zutiefst erschütternde Akte der Ehrfurchtslosigkeit in geweihten Kirchenräumen führten zu einer erneuten Reflexion über das Wesen des Sakralen – und darüber, was geschieht, wenn Orte der Anbetung zu Bühnen profaner Zwecke werden.
Alle Briefe rufen mit Nachdruck zur Wiederherstellung der heiligen Ordnung in Liturgie und Kirchenraum auf. Sie bezeugen, dass es ein Sakrileg ist, den eucharistischen Christus aus dem Zentrum der Kirche zu verdrängen sowie den geheiligten Raum für profane Zwecke zu entweihen, und warnen eindringlich vor den schweren geistlichen Folgen dieser Entheiligung. Zugleich verurteilen sie profane Veranstaltungen als blinden Aktivismus, der sich direkt gegen das Heilige richtet und die göttliche Ordnung verletzt.
Die herangezogenen Dokumente verdeutlichen, dass profane Nutzungen geweihter Räume weder mit dem kirchlichen Auftrag noch mit der Heiligkeit des Ortes vereinbar sind. Sie verbinden katholisches Glaubenszeugnis, geistliche Wegweisung und lehramtlich fundierte Argumente gegen eine Praxis, die weder vor Gott noch im Licht der überlieferten Lehre und der kirchlichen Rechtsordnung Bestand hat. Daher ist diese Praxis als Missbrauch des sakralen Raumes zu werten. Profane Veranstaltungen sind Zeichen von Ungehorsam und Hochmut gegenüber dem, der allein das Haus Gottes geheiligt hat.
Profane Veranstaltungen im geweihten Kirchenraum widersprechen
den heiligen und verbindlichen Anordnungen Christi,
den Geboten Gottes,
den verbindlichen Weisungen der Kirche (vgl. Erklärung vom 5. November 1987),
dem Kirchenrecht (can. 1210 ff. CIC),
den Dogmen des Glaubens,
der überlieferten Wahrheit des Glaubens,
dem Katechismus der Katholischen Kirche,
den Grundsätzen der Moraltheologie,
dem Geist des Gehorsams, der die Kirche in Christus ordnet und heiligt und
dem sensus fidei, dem Glaubenssinn der Gläubigen.
Zusammenfassend erläutert der 27. Brief ausführlich, dass profane Nutzungen von Kirchenräumen Sakrilegien sind: Akte der Rebellion und Sabotage gegen das Heilige, Zeichen geistlichen Verrats sowie Abwendung vom Heiligen und vom lebendigen Geist des Glaubens. Sie verwischen die Linie zwischen Himmel und Erde, relativieren das Kreuz, berauben die Eucharistie ihres Mysteriums und machen das Haus Gottes zur bloßen Requisite einer entzauberten Welt. Zugleich rufen die Schreiben zur Umkehr, Anbetung und Treue gegenüber der wahren Bedeutung des Allerheiligsten, des Kreuzes, des Altars und gegenüber der Mutter Gottes, den Engeln, Heiligen und Märtyrern – stets im Bewusstsein des fortwährenden Wirkens des Widersachers.
Die Kirche lebt von der Einheit in der Wahrheit, sichtbar in der apostolischen Sendung und im priesterlichen Amt. Doch diese Hierarchie entbindet die Laien nicht von der Verantwortung, wachsam zu sein und einzutreten, wenn die Hirten das Sakrale dem Profanen und der Willkür preisgeben.
In solchen Zeiten sind die Laien nicht nur Zeugen, sondern Hüter und Verteidiger des wahren Glaubens. Sie sind berufen, das Heiligtum der Kirche gegen jede Weltlichkeit zu schützen und die Hirten in Liebe, Demut und Wahrheit auf Abweichungen vom Pfad der Heiligkeit hinzuweisen (vgl. Gal 2,11–14). Wahre Unterordnung zeigt sich, wenn der Mensch Christus, dem wahren Hirten, in allem den Vorrang gibt. In ihm findet diese Haltung ihre Ordnung und Vollendung (vgl. Joh 21,15–17).
Wenn verantwortliche Hirten das Heilige entweihen oder den Altar für profane Zwecke missbrauchen, handeln sie wie heuchlerische Pharisäer – Schweigen wäre in diesem Fall verantwortungslose Zustimmung. Laien sind aufgerufen, durch inständiges Gebet, ernsthafte Buße und furchtloses öffentliches Zeugnis für die Heiligkeit der Kirche und ihrer Sakramente einzutreten, damit die rebellischen Frevler umkehren und nicht dem ewigen Verderben, der Hölle, anheimfallen – auch wenn dies Kreuz, Verfolgung oder kirchliche Sanktionen bedeutet.
In Fragen der Ehre Gottes darf niemand befangen sein – weder durch eigenes Ansehen noch durch Familie, Freunde oder Priester. Duldet oder begeht ein Priester Sakrilegien, ist es geistliche Untreue, ihn aus falscher Rücksicht nicht zur Umkehr zu rufen. Wahre Liebe erinnert, wo Gott entehrt wird. Die Ehre Gottes steht über jeder menschlichen Bindung. Wer Ihn wahrhaft liebt, muss die eigene Nähe prüfen, damit aus falschem Respekt oder Feigheit keine Komplizenschaft mit dem Sakrileg entsteht.
Die Pflicht der Laien erfolgt nicht gegen, sondern in treuer Hingabe an die Kirche und in ehrfürchtiger Liebe zu ihren Hirten. Wachsamkeit ist kein Aufbegehren gegen legitime Autorität, sondern heiliger Dienst am Leib Christi, in Unterscheidung der Geister, im Geist der Liebe und mit dem Ziel, die göttliche Ordnung wiederherzustellen. Sie sind berufen, das Licht der Heiligkeit hochzuhalten und mutig gegen den Geist der Verweltlichung zu kämpfen.
In diesem Licht sind die hier angeführten Argumente zu verstehen – nicht als Debatte, sondern als Ruf zur Umkehr und zur Wiederentdeckung des Heiligen.
Die Verteidigung des Glaubens ist ein Akt der Demut und des geordneten Gehorsams in Liebe zur Kirche, geboren aus Schmerz über die Entsakralisierung und aus Sehnsucht nach der Rückkehr zur Mitte des Glaubens: zu Christus, dem Herrn, wahren Gott und ewigen König, der wieder Mitte von Liturgie, Kirche und Leben sei.
Alle Briefe finden Sie unter: vita-et-veritas.com/hoffnung/