Möge nicht das Wort ertönen: Ich habe wider dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.
Wer Bischöfe des Versagens zeiht, geht ein hohes Risiko ein. Ihm drohen Verlust der Huld, Ausschluss von Vergünstigungen, Zurücksetzung und Nichtachtung.
Doch ist dieser Dienst notwendig, entweder um eine Kurskorrektur zu erreichen oder um die Verantwortlichen unentschuldbar zu machen.
Die Bischöfe besitzen die Vollmacht, zu lehren. Sie sind authentische, d.h. mit der Autorität Christi ausgerüstete Lehrer. Sie sind von allen als Zeugen der göttlichen und katholischen Wahrheit zu verehren ( LG 25). Sie haben die Heilsbotschaft auszurufen. Die Bischöfe empfangen als Nachfolger der Apostel vom Herrn die Sendung, alle Völker zu lehren und das Evangelium jedem Geschöpf zu verkündigen (LG 24).
Werden die Bischöfe Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz diesem Anspruch gerecht?
Wo sind die Bischöfe, die, gelegen oder ungelegen, die ganze Wahrheit des katholischen Glaubens ohne Abstriche und ohne Abschwächung unermüdlich den Zeitgenossen verkündigen?
Wo sind die Bischöfe, die überzeugt sind von der Richtigkeit der katholischen Sittenlehre und sie anderen überzeugend vermitteln?
Welcher Bischof hat den Gläubigen in den letzten Jahren Tod und Gericht, Fegfeuer, Himmel und Hölle, Wiederkunft Christi und Weltgericht klar und eindringlich vor Augen gestellt?
Es ist dies aber brennend notwendig.
Was brauchen die Menschen dringlicher als die Aufklärung über ihr letztes Ziel und die Gefahren, die seiner Erreichung drohen?
Welcher Bischof hat die kirchliche Lehre über die geschlechtliche Sittlichkeit vollständig, einleuchtend und eindringlich einer ausser Rand und Band geratenen Gesellschaft vorgelegt?
( benutzte Literatur : Prof Georg May, Die Sendung der Kirche)