Austin Ruse erwähnte auf CrisisMagazine.com (20. Juni), dass Papst Leo XIV das Opus Dei sehr gut kennt. Ruse ist ein verheiratetes Mitglied des Opus Dei.
Zwei der früheren Bischöfe in seiner peruanischen Diözese waren vom Opus Dei. Die Opus Dei-Bischöfe haben das Priesterseminar in seiner Diözese gegründet. Leo XIV. hat in den letzten fünf Jahren die jährliche Messe für den heiligen Josemaría Escrivá in seiner Diözese geleitet. Seine beiden Privatsekretäre waren Priester, die mit dem Opus Dei verbunden sind.
Austin Ruse (egal, ob er ein Mitglied ist oder nicht, ob er Kenntnis der Innenseite hat oder nicht) scheint genauso voreingenommen, krankhaft und präpotent zu sein, indem er alle Kritiker in eine Topf wirft, wie jene, die das Opus Dei (seien es solche, die verletzt und enttäuscht wurden oder schlichtweg insgesamt gescheitert sind und ein Trauma des Scheiterns nicht bewältigen können oder wollen) samt und sonders verteufeln. Tatsache ist, dass Sachverhaltsdarstellungen und Anzeigen wegen gravierender Missbräuche bzw Missstände im Opus Dei (2008 bei der Glaubenskongregation sowie 2023 bei Papst Franziskus) eingebracht worden sind. Bei den Einbringern handelt es sich um getaufte Christen der Katholischen Kirche. Sie legten eine Reihe von Sachverhalten vor, von denen sie der Auffassung waren, dass sie besondere Bedeutung für das Wohl der Kirche und der Seelen besitzen, besonders für jene Personen, die sich unter der Jurisdiktion der Personalprälatur vom Heiligen Kreuz und Opus Dei befinden, um deren spezifische Ziele anzustreben, und jenen, die sich in Zukunft von dieser Organisation angezogen fühlen können. Alle gehörten einmal dieser Prälatur an, und einige von ihnen fühlten sich verpflichtet, sie nach zahlreichen Jahren der Hingabe und der Mitarbeit in den Apostolaten des Opus Dei zu verlassen. Die Kenntnis der internen Strukturen des Werkes, die sie aufgrund eigener Erlebnisse während ihrer Mitgliedschaft erfahren haben, ließ sie befürchten, dass im Umgang des Opus Dei mit dem Heiligen Stuhl einige Verfahrensweisen verheimlicht worden sind, die von der genannten Prälatur ausgeübt werden, um Mitglieder zu gewinnen, ebenso wie bestimmte Lebensformen und Praktiken, die dem Verständnis der Kirche widersprechen und die sich innerhalb der Institution ohne Wissen und Billigung des Apostolischen Stuhls abspielen. Besonders konnten sie versichern, dass der Respekt vor der Freiheit der Gewissen, die ausdrücklich vom kirchlichen Lehramt in jüngster Zeit unterstrichen wurde, in Übereinstimmung mit den Normen des Naturrecht, wie es sich in den Menschenrechten ausspricht, im Opus Dei beständig mit Füßen getreten wird, wobei die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils in der Erklärung “Dignitatis humanae” außer Acht gelassen werden, an die seither die nachfolgenden Päpste so häufig erinnert haben. Es wurden jene gravierenden Punkte angeführt, von denen sie der Auffassung waren, dass sie die Aufmerksamkeit des Heiligen Stuhles verdienen und einer Änderung bzw Beseitigung der aufgezeigten Missstände bedürfen. Es ist bekannt, dass die genannten Päpste bereits Maßnahmen getroffen und das Opus Dei aufgefordert haben, neue Statuten zur Genehmigung vorzulegen. Von dieser Forderung ist auch Papst Leo bislang nicht abgegangen.